Wir haben unseren Antrag in die nächste Sitzung des Ausschusses für Stadtentwicklung und Umwelt verschieben lassen. Hintergrund: u.a. dem neuen Klimaschutzbeauftragten etwas Einarbeitungszeit zu geben und damit eine sachgerechte Diskussion zu diesem existenziellen Thema zu gewährleisten (möglicherweise hilft das auch den anderen Fraktionen die Wichtigkeit unserer Bestrebungen zu erkennen).

Zur Sitzung des Ausschusses am 28.11.2019 bittet die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen um Aufnahme des untenstehenden Antrages auf die Tagesordnungen.

Unser Antrag:

Der Rat der Stadt Radevormwald beauftragt die Verwaltung der Stadt

1.      bei allen Vorlagen für Rat und Ausschüsse, ebenso bei allen Handlungen und Beschlüssen der Stadtverwaltung die Auswirkung auf das Klima zu berücksichtigt, auszuweisen und zu quantifiziert. 
In die städtische Vorlagenstruktur wird dies als neuer Standardprüfpunkt aufgenommen. Anzugeben sind mindestens:

a.       der CO2 Fußabdruck bei allen Neuanschaffungen/Neubauten

b.       die CO2 Emissionen in kg und/oder kg/Jahr (Erhöhung/Vermeidung)

c.       Angaben von Kompensationsmaßnahmen für CO2 – Emissionen

d.      Energetische Kennzahlen (Energieverbrauch, Einsparungen, Kompensationsmaßnahmen)

2.      halbjährlich einen Bericht zum Status der Aktivitäten und der Höhe der CO2 -und Energieeinsparungen vorzulegen. In diesem Bericht sollen zudem regelmäßig die Auswirkungen auf den Klimaschutz dargestellt werden.  

Warum das Ganze?

Die Reduktion von CO2 und ähnlichen klimaschädlichen Gasen (berechnet als CO2e, = CO2 Äquivalente) kann nicht immer nur auf die „Anderen“ geschoben werden.

Jeder Mensch und jede Organisation ist Mitschuldiger an der immer deutlicher werdenden Klimamisere.

Städte wie Radevormwald müssen wie alle anderen mit verstärken Anstrengungen die eigenen CO2 Emissionen und Energieverbräuche soweit wie möglich reduzieren, sie kompensieren und damit nachhaltig wirtschaften.

Unsere Ziele (Bundesumweltamt, UBA) für Deutschland und damit für jeden von uns sind nur mit großen und einschneidenden Maßnahmen erreichbar:

 

Um einmal die Größe der Aufgabe zu verdeutlichen (nach UBA):

Von 12 Tonnen CO2e heute müssen wir auf unter 1 Tonne CO2e pro Person und Jahr kommen. 

Bei jedem städtischen Vorgang, der CO2 erzeugt oder Energie verbraucht, sollte deshalb zwingend in der Vorbereitung qualitativ und quantitativ bewertet werden wie hoch diese Emissionen und Energieverbräuche sind und wie man sie verringern kann. Dazu soll die im Antrag beschriebene Auskunft in den jeweiligen Veröffentlichungen oder Beschlussfassungen dienen und helfen bessere klimaschonendere Wege zu finden und zu nutzen - auch dann, wenn diese nicht zwingend kurzfristig die preiswerteste Lösung bieten.

Hilfreiche Links:

https://www.umweltbundesamt.de/daten/klima/treibhausgas-emissionen-in-deutschland#textpart-1

https://www.nachhaltigkeit.info/?sid=6jsjecj2dj5belggejukrjpl60

https://utopia.de/ratgeber/co2-fussabdruck-die-fakten-zum-co2-footprint/

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