02.06.2021

Testphase für kostenlose Periodenprodukte

Gemeinsamer Antrag:

Die Fraktionen von CDU und Bündnis 90/Die Grünen bitten zur Sitzung des Haupt- und
Finanzausschusses am 15. Juni 2021 um die Aufnahme des folgenden Tagespunkts:


In den sanitären Anlagen der öffentlich zugänglichen Gebäuden wie dem Rathaus, dem Bürgerhaus,
den Jugendzentren, der Sekundarschule sowie dem Gymnasium sollen für eine einjährige Testphase
kostenlose und frei zugängliche Menstruationsprodukte ausliegen. Entsprechende Spender sollen zur
Regulierung des Verbrauchs ebenfalls angeschafft werden.
Die Verwaltung wird dem Stadtrat nach der Testphase über das Projekt informieren.

Mit freundlichen Grüßen

Dejan Vujinovic (Fraktionsvorsitzender)  Elisabeth Pech-Büttner (Fraktionsvorsitzende)
Antje von der Mühlen (Ratsmitglied)      Bernd Bornewasser (Ratsmitglied)
Florian Langefeld (Fraktionsmitglied)     Annegret Scholl (Ratsmitglied)

Schon seit Jahren ist es ein beherrschendes Thema unserer Gesellschaft: Frauen müssen für Ihre
monatliche Periode stets Tampons und Binden mitführen und die damit verbundenen Kosten tragen.
Dabei gibt es auch Frauen und Mädchen, denen die benötigten finanziellen Mittel fehlen. Eine soziale
Gleichberechtigung ist daher nicht gegeben.

Die Periode kann für pubertierende Mädchen eine Überraschung darstellen, besonders dann, wenn
sie beispielsweise unvorhersehbar in der Schule auftritt. Dabei entsteht durch mangelnde Aufklärung
oftmals Scham und die Jugendlichen wissen nicht, wie Sie sich in dieser Situation verhalten sollen. Auch
erfahrenen Frauen kann es passieren, dass sie ihre Periodenprodukte vergessen oder die Periode
überraschend einsetzt. Zur Vermeidung dieser Unannehmlichkeiten und zwecks Wiederherstellung
der sozialen Gerechtigkeit, soll in den entsprechenden Räumlichkeiten ein Spender installiert werden.
Dieser Spender soll mit Periodenprodukten gefüllt sein und den Frauen sowie den Mädchen die
Möglichkeit geben jederzeit auf diese kostenlos zurückgreifen zu können.

Außerdem soll der Spender einen regulierten Verbrauch gewährleisten. Jedoch ist nicht
auszuschließen, dass es ab und zu zum Missbrauch des Angebots kommen wird. Daher möchten wir
eine einjährige Testphase einrichten um zu analysieren, ob das Angebot angenommen wird und
welche Kosten bei einer langfristigen Nutzung entstünden.

Ein weiteres Ziel dieser Initiative ist es, das Thema mehr und mehr in die Öffentlichkeit zu tragen und
aus der Tabu-Ecke zu holen.



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